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Warum ich Gilgamesch spiele
Gespielt habe ich schon immer sehr gerne und vor über vierzig Jahren habe ich dann begonnen Brettspiele zu sammeln. Mittlerweile umfasst meine Sammlung ca. 1.000 Spiele. Damals habe ich auch angefangen eigene Spiele für den Freundeskreis zu entwickeln, aber leider ist außer dem „Big Kini“, das ich mit meinen Freunden vom Play Me Verlag entwickelt habe, kein Spiel veröffentlich worden. Der Markt und das Angebot sind einfach zu groß.
Ebenfalls vor 40 Jahren habe ich über das Zine "Amtsblatt" Gilgamesch kennen gelernt, und es hat mich gleich gefangen genommen. Damals spielte ich zwei Partien auf der Drakoonkarte, sowie Kristallwelt und Krönchen. Auch Willow wurde zweimal gespielt, wobei ich eine davon leitete, sehr mühsam noch, denn die Sichtbereiche für die Spieler wurden aus einer handkolorierten Karte ausgeschnitten - und das bei etwa 8 Mitspielern! Dann war leider eine lange Pause, aber zum Glück wurde Gilgamesch vor einigen Jahren wiederbelebt.
Ein Freund von Fantasy war ich schon immer und auch der Herr der Ringe hat diese Leidenschaft bestärkt. Gilgamesch bedient sich vieler Elemente aus dem Fantasygenre, aber auch der strategische Aspekt ist von großer Bedeutung. Vor allem aber liebe ich die vielen Möglichkeiten und das damit verbundene Tüfteln. Die Varianz bei den verschiedenen Szenarien gibt Gilgamesch immer wieder ein neues Gesicht. Die Regeln sind ein Baukastensystem, welches sich jedes Mal neu zusammenstellen lässt.
Irgendwann habe ich mich dann auch getraut, mit den „Steinen der Macht“ wieder einmal einen GM zu machen und ein eigenes Szenario zu starten. Aus diesem Projekt sind dann drei wunderschöne Partien geworden. Es hat mir trotz der vielen Arbeit immer sehr viel Freude bereitet.
Besonders interessant war für mich zu sehen, welche Möglichkeiten die Spieler hatten, und was sie dann tatsächlich daraus gemacht haben. Ich hoffe stark, dass Gilgamesch noch lange gespielt wird, wir demnächst weitere neue Mitspieler gewinnen können - und dann auch bald den einen oder anderen tapferen GM.
Wer sich mit diesem Gedanken anfreunden kann, sollte gar nicht lange zögern. Er bekommt natürlich jede Unterstützung von Seiten der alten GMs - denn die würden auch gerne mal bei ihm mitspielen.